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Rheinzaberner Aktionstag „Ich geh zu Fuß zur Schule“: Fast alle Grundschüler machen mit

aus Pfalz Express vom 24. September 2014

Rheinzabern – Es ist noch frisch draußen an diesem Mittwochmorgen, aber kaum kaum ein Rheinzaberner Grundschulkind hält es aus, bis es endlich in die Schule darf.

Die Grundschule „An der Römerstraße“ beteiligt sich am weltweiten Aktionstag „I walk to school“-Tag. Seit 2007 wird dieser vom Verkehrsclub Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk im Rahmen einer Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ ausgerichtet und auch pädagogisch gestaltet.

An drei Kontrollstellen im Bannkreis der Grundschule haben sich Eltern aufgestellt, um den ankommenden Kindern mit einem Stempel zu testieren, dass sie per Pedes oder per Rad den Weg zur Schule zurücklegen.

Nachdem das Stahlross vorschriftsmäßig abgestellt ist, dürfen sich die Kinder als Belohnung und Souvenir einen Apfel sowie eine Taschenlampe abholen. Nur fünf Kinder fehlten an diesem Morgen. Kinder, Eltern, Großeltern und Lehrer sind begeistert.

Ein wenig Zeit zum Trödeln im vollen Tagesplan

Eine große deutsche Tageszeitung widmet diesem Aktionstag einen Artikel mit der Überschrift „Die Kunst des Trödelns“ und verweist darauf, dass es um mehr geht als Verkehrserziehung oder – was natürlich auch wichtig ist – Bewegung und Selbständigkeit.

Schlendern fördert die geistige Entwicklung. Es geht um Kreativität, die durch einen Schulweg zu Fuß oder Fahrrad gefördert wird. Was blüht denn da? Vogelgezwitscher statt Autoradio. Einen Schneeball drücken. Die Spiegelung der Sonne in einer Pfütze beobachten. Den Wind im Winter spüren und in die Maisonne blinzeln. Und Leute grüßen.

Die Aktionswoche “Zu Fuß zur Schule” soll Eltern Mut und Kindern Beine machen, eine schier ausgestorbene Kunst wieder zu entdecken. Tatsächlich gibt es viele Kinder, die lieber selbständig den Schulweg zurücklegen, anstatt sich kutschieren lassen zu müssen. Sie müssen ja oft funktionieren und sind verplant von früh bis spät – oft sogar mehr noch als die Erwachsenen.

Der Schulweg wäre eine echte Nische im Tagestakt, um zu quatschen, zu kichern, vielleicht auch zu träumen und Phantasien zu entwickeln.

Psychologen und Hirnforscher wissen längst vom Wert der Langeweile, vom Erleben der Ruhe, von Reizarmut statt Reizüberflutung. Gerade solche Momente bilden den Keim für Kreativität. Ortsbürgermeister Gerhard Beil brachte durch seine Anwesenheit am frühen Morgen Dank und Wertschätzung für die Aktion zum Ausdruck. (gb/red)