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Bald bundesweiter Blitzmarathon: Kinder stellen Rasern Fallen

aus n-tv vom 01. September 2014

Vor knapp einem Jahr erwischt die Polizei beim ersten bundesweiten Blitzmarathon rund 83.000 Temposünder. Jetzt ist die Neuauflage in Planung. Wo gemessen wird, dürfen Bürger mitbestimmen - auch die ganz kleinen.

Mit einem deutschlandweiten Blitzmarathon geht die Polizei am 18. September zum zweiten Mal gegen Raser vor - und nimmt bei der 24-Stunden-Kontrolle Temposünder gezielt aus dem Blickwinkel von Kindern ins Visier. Im Zuge der Aktion werden diesmal Kinder befragt, wo der Straßenverkehr für sie besonders gefährlich ist und wo die Polizei deshalb die Geschwindigkeit der Autofahrer messen soll, wie Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger erläuterte.

"Wir sehen die Gefahren im Straßenverkehr mit den Augen der Kleinsten", erklärte der SPD-Politiker. "Dieser Perspektivwechsel hilft uns, Kinder besser zu schützen." Kinder nähmen die Geschwindigkeit herannahender Autos ganz anders wahr als Erwachsene. "Anhand des Blickwinkels eines Kindes sollen auch Schulwege besonders kontrolliert werden", kündigte Jäger an.

Bei dem bundesweiten Blitz-Marathon messen am 18. September ab sechs Uhr morgens mehr als 13.000 Polizisten 24 Stunden lang an über 7500 Kontrollstellen die Geschwindigkeit von Autofahrern. In vielen Bundesländern beteiligen sich zusätzlich Mitarbeiter der Kommunen an der Aktion. Die Messstellen werden im Vorhinein veröffentlicht.

Zudem beteiligen sich laut NRW-Innenministerium viele der 60.000 ehrenamtlichen Mitglieder der Verkehrswachten an den Geschwindigkeitskontrollen. Beim ersten deutschlandweiten Blitz-Marathon im Oktober 2013 hatte die Polizei binnen 24 Stunden mehr als 83.000 Raser aus dem Verkehr gezogen.

Der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Ex-Verkehrsminister Kurt Bodewig, mahnte im Vorfeld der Kontrollaktion, Kinder müssten das Gefühl für Geschwindigkeit erst noch entwickeln. "Gerade die nicht angepasste Geschwindigkeit von Autofahrern gefährdet sie extrem.

Jäger verwies darauf, dass die meisten Unfälle mit Kindern "vor der eigenen Haustür" und damit in vertrauter Umgebung passierten. "Deshalb wollen wir den Autofahrern bewusst machen, dass Kinder nicht nur in Tempo-30-Zonen spielen. Kinder sind überall im Straßenverkehr unterwegs. Zu Fuß und mit dem Fahrrad."