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Das Auto einfach mal stehen lassen

aus Schwarzwälder Bote vom 11. Oktober 2016

Am Projekt "Zu Fuß zur Schule" – einer gemeinsamen Aktion des Deutschen Kinderhilfswerks und des Verkehrsclubs Deutschland – haben auch die Klassen eins bis vier der Grundschule Lindenhof teilgenommen.

 
Oberndorf. Schulleiterin Conny Söll erklärt diese Aktionstage zum festen Bestandteil eines jeden Schuljahres, wobei natürlich nicht nur die Schüler in die Pflicht genommen werden, sondern auch die Pädagogen und vor allen Dingen die Eltern. Ihnen falle es nämlich besonders schwer, ihre Kinder zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad Richtung Schule ziehen zu lassen – oft aus Angst, dass etwas geschehen könnte. "Doch Praxis bringt Sicherheit und bringt Selbstständigkeit." Deshalb sollte man früh genug damit anfangen.
 
Die Kinder sollten natürlich auch verschiedene Erfahrungen sammeln, wie zum Beispiel, dass Bewegung gut tut, munter macht, die Konzentrationsfähigkeit verbessert und somit auch das Lernen positiv beeinflusst. Zudem lernt man die Umgebung besser kennen und kann üben, sich im Verkehr zurechtzufinden. Man kann sich gemeinsam mit Freunden zusammenschließen und so den Schulweg auch zum Erlebnisweg machen. Man minimiert Elternstress und obendrein schont man auch die Umwelt.
 
Zieht man dann noch die Erhebungen heran, die dokumentieren, dass Kinder weniger als eine Stunde pro Tag herumtollen, im Freien spielen, Fahrrad fahren, aber neun Stunden sitzen, dann erkennt man den Wert der Sensibilisierung hinsichtlich mehr Bewegung.
 
Alle vier Jahre macht die Grundschule auf dem Lindenhof am Ende der Aktionswoche in besonderer Weise auf "Zu Fuß zur Schule" aufmerksam. Denn jedes Kind, das die Woche durchgehalten hat, darf dann einen Luftballon mit dem Aktions-Motto in die Luft aufsteigen lassen. Auf konsequentes Handeln legen Conny Söll und ihr Kollegium wert. Und so stiegen 104 gelbe Luftballons – fast alle hatten es geschafft – in den grauen Himmel über dem Schulgelände. Nicht lange konnte man sie verfolgen, denn schnell waren sie in der Wolkendecke verschwunden. Und wo auch immer sie landen, kann das aufgedruckte Logo zum Nachdenken und Handeln anregen. Zurück im Klassenzimmer gab’s eine Überraschung – ein kleines Gebäckstück in Form eines Fußes. Den Teig hatten die Betreuerinnen hergestellt, gebacken wurden die "süßen Füße" von den Betreuungskindern.

von Claudia Holzer-Roher

 

Quelle: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.oberndorf-a-n-das-auto-einfach-mal-stehen-lassen.92e232d9-6d30-437d-a202-dfee14fbebb1.html